Wasser, Kleinunternehmer und Fahrt aufs Plateau (Samstag, 24.11.)

Vorweg mal eines: Hier oben auf dem Plateau gibt 1. kein Flaschenwasser und 2. keinen brauchbaren Empfang. Deswegen schreibe ich jetzt mal diesen Beitrag, ohne genau zu wissen, wann ich ihn veröffentlichen kann. Und Bilder sind erst recht ganz schwierig, folgen später, wenn wir wieder in Kpalimé sind…

Gleich nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg auf das Plateau gemacht, denn es war nicht klar, wie die Straßen sein würden und wann wir wohl ankommen.

Zunächst sind wir nach Norden gefahren, etwa 20 km bis Akata. Dort haben wir vor einigen Jahren eine Wasserversorgung für das ganze Dorf installiert. Eine solarbetriebene Pumpe fördert Wasser aus einem Tiefbrunnen in einen Hochbehälter. Von dort werden fünf Entnahmestellen, eine davon in der Schule, mit frischem Wasser versorgt. Ein Wasserkomitee aus dem Dorf organisiert den Unterhalt und finanziert über eine geringe Umlage die Wartung und Reparaturen. Wir konnten uns überzeugen, dass das Projekt hervorragend angenommen wurde und vorbildlich weitergeführt wird.

In Adeta, etwa 25 km nördlich von Kpalimé, haben wir einen ehemaligen Azubi aus dem ABCN besucht. Dieser hat sich als Stahlbauer selbständig gemacht und aus dem letztjährigen Container eine in Deutschland ausrangierte Drehbank erhalten. Das Abladen der Drehbank im ABCN hatten wir 2017 selbst verfolgt, und es war sehr schön, die Maschine in guten Händen und in Betrieb zu sehen.

Von Adeta führt die Straße in westlicher Richtung den Berg hinauf. Mit sprichwörtlich letzter Kraft hat unser Toyota sich – und uns – auf das Plateau de Danye geschleppt. Oben angekommen sind wir zunächst ins Kloster von Dzobegan gefahren, um unsere Quartiere zu beziehen. Seit dem letzten Jahr wurde hier umfassend renoviert, die Betten haben nun Matratzen, und in jeder Zelle gibt es eine Nasszelle. Und sogar warmes Wasser!

Nachmittags sind wir dann weiter gefahren nach Elavagnon zu unsrem Freund Rudi Reinhard. Rudi hat über 50 seiner 74 Lebensjahre in Afrika verbracht, zunächst als Entwicklungshelfer, später als Landwirt in Togo. Vor seinem Haus steht ein große Paillotte, so heißen hier die strohgedeckten runden Dächer, unter denen sich die Familie, aber auch Nachbarn und andere Gäste gerne versammeln. Und in dieser Paillote saßen bereits einige örtliche Honoratioren, denen unsere bevorstehende Ankunft wohl schon per “Buschfunk” angekündigt worden war. Insofern waren zunächst noch einige “offizielle” Gespräche zu führen, bevor wir uns dann mit Rudi bei einem kleinen Abendimbiss über seine Einschätzung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung austauschen konnten.

Diese Gespräche konnten wir dann abends in der Paillotte vor dem Kloster weiterführen, nachdem ein Teil der Gruppe noch den Vigilien in der Klosterkirche beigewohnt hatte.

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