Nord-Projekte

Monsieur Magnangou war seit vielen Jahren der Verantwortliche Kontakt der Togohilfe Donzdorf hier in Togo. Durch den Zusammenschluss mit „Hilfe für Togo“ im Juli 2018 sind auch die Projekte in Kara und ihr Verantwortlicher an den Gesamtverein übergegangen.

Morgens hatten wir zunächst eine Besprechung mit Herrn Magnangou, um mit ihm über den Stand der Projekte und seine Ideen zur Weiterführung zu sprechen. Anschließend haben wir uns ins Auto gesetzt und sind in das Kara-Tal gefahren, wo sich alle Projekte des Vereins befinden. Diese Fahrt führte über teilweise sehr ausgewaschene Straßen und Wege bis an die Grenze zu Benin.

An sieben Schulstandorten wurden mit Mitteln des Vereins Schulgebäude, teilweise auch Latrinenanlagen und Lehrerwohnungen errichtet. Wir haben uns alle diese Gebäude angesehen und mit Direktoren, Lehrern und Schülern gesprochen. Der Zustand der Gebäude war größtenteils OK, auch wenn wir nicht immer sicher waren, dass sie voll ausgelastet sind. Dort auf dem Land besteht einerseits das Problem der Landflucht, das heißt immer mehr junge Leute ziehen in die Städte, da sie dort keinerlei Verdienstmöglichkeiten haben.

Andererseits machen konfessionelle Schulen den öffentlichen Schulen Konkurrenz und so werden die bestehenden Räumlichkeiten nicht immer vollständig genutzt. Als weiteren Unterschied zu unseren Schulprojekten im südlichen Teil des Landes ist uns aufgefallen, dass deutlich mehr Lehrer vom Staat bezahlt werden. Dies ist wohl auf eine Initiative der Regierung von 2013 zurückzuführen, als sehr viele Lehrer den Wechsel in den Staatsdienst angeboten bekamen.

Im Anschluss an die Schulen konnten wir noch zwei Krankenstationen ansehen, wo der Verein insgesamt drei Hebammen beschäftigt. An beiden Standorten war offensichtlich ein hoher Bedarf an deren Leistung (125 bzw. 189 Geburten im letzten Jahr) und die klare Aussage der Stationsleiter, dass diese Unterstützung dringend benötigt werde und im Falle eines Ausfalls der Finanzierung keinerlei Ersatz in Sicht sei.

Deutlich durchgerüttelt sind wir am Spätnachmittag wieder in Kara angekommen, wo uns die Familie von Herrn Magnangou mit einem kühlen Getränk und einem Fou Fou erwartete. Bei der Gelegenheit konnten wir uns bereits darauf einigen, dass über die Fortführung der Projekte in Deutschland zu reden sein wird, die Hebammen jedoch unbedingt weiterfinanziert werden sollten.

Den Abend haben Giannina und ich dazu genutzt, die Struktur der künftigen Vereins-Website zu beraten und bereits erste Seiten zu erstellen. Doch dazu demnächst mehr. Vielleicht kommen wir heute deutlich weiter, denn es steht die Rückfahrt nach Kpalimé an, was sieben Stunden Zeit für eine Weiterarbeit bedeuten kann….

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