Nach Kpalimé…

…ist es eigentlich nicht weit. Doch dank der sehr abwechslungsreichen Straßenverhältnisse werden wir etwa 2,5 bis 3 Stunden für die Fahrt in die etwa 120 km nordwestlich gelegene Provinzhauptstadt brauchen. Zeit genug für einen Rück- und Ausblick auf den heutigen Tag.

Nach dem wirklich reichhaltigen Frühstück im Hotel “Robinson Plage” und einem zufälligen Zusammentreffen mit Vertreterinnen der französisch-schweizerischen Organisation Togo-Lait konnten wir unsere Koffer wieder auf den Toyota-Minibus laden. (Hatte ich schon erwähnt? Die Kosten der Reise (Flug, Unterkunft, Transport, Verpflegung etc.) trägt jeder Teilnehmer selbst. Damit ist sichergestellt, dass alle Spenden zu 100% den Projekten zugutekommen.)

Zunächst haben wir den Gebrauchtwagenbereich im Hafen aufgesucht. Unser letztes Vereinsfahrzeug, ein alter MB Sprinter, hat bereits vor ein paar Jahren das Zeitliche gesegnet, und es wird höchste Zeit für ein Fahrzeug, mit dem die Projekte in Togo erreichbar sind. Leider haben sich die Straßenverhältnisse in den letzten Jahren dermaßen verschlechtert, dass nur ein sehr solides Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit infrage kommt. Wir haben uns zwei entsprechende ältere Wagen angesehen, müssen jedoch noch beratschlagen, ob nicht ein Selbstimport aus Europa letztlich günstiger ist.

Anschließend haben wir uns im “Foyer des marins” (dem ehemaligen Seemannsheim) zu einer längeren Besprechung zusammengesetzt. Richard hatte zuvor ein Gespräch mit dem Chef der hiesigen “Handelskammer” und dieser hatte angeboten, uns einen Termin mit einem der Minister zu vermitteln, um endlich die Frage zu lösen, ob wir als Hilfsorganisation micht doch von Importzöllen und Mehrwertsteuer befreit werden könnten. Gleiches hat auch Léon schon vor einiger Zeit beim “Ministre du Plan” beantragt und wir haben entschieden, uns mit Nachdruck um einen Termin in den nächsten 2 Wochen zu bemühen.

Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und die Schlaglöcher haben sich in Pfützen ungewisser Tiefe verwandelt. Geplant ist, nach Ankunft in Kpalimé zunächst dem “Macumba”, dem Restaurant unseres Ausbildungszentrums ABC, einen Besuch abzustatten, um danach die Quartiere zu beziehen und letztlich wieder im Macumba den Abend zu beschließen.

Vielleicht reicht das auch als kurzer Zwischenbericht, mehr dann morgen. Vielleicht dann auch ein paar Gedanken zur Entwicklungshilfe in Afrika im Allgemeinen (ich lese gerade “Afrika wird armregiert” vom ehemaligen Botschafter Volker Seitz) und die Konsequenzen für unser Engagement als Verein….

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2 thoughts on “Nach Kpalimé…

  1. Kompliment an den/die Schreiber 👍!!!

    Vielen Dank für eure informativen und interessanten Reiseberichte und Bilder. Ich freu mich schon auf die nächsten😄! Gute Zeit!

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